Das Bewerbungsfoto

Montag 19. Januar 2009 von loewetv

Das Bewerbungsfoto ist ein äußerst wichtiger Bestandteil Ihrer Bewerbungsmappe. Ein schlechtes Foto in Ihren Unterlagen bringt Sie um die Chance auf ein Vorstellungs-
gespräch. Auch wenn das Foto nicht allein entscheident darüber sein wird, ob Sie die Stelle bekommen oder nicht, der erste Blick fällt zumeist auf das Bewerbungsbild. Eine Studie in Köln zeigte, daß 50 Prozent aller Stellensuchenden aufgrund eines schlechten Fotos bei der Vorauswahl ausgeschieden sind. Ein Grund dafür ist : Die Quallität des Fotos, Kleidung, der Gesichtsausdruck, Frisur und Körper-
haltung laden zu Interpretationen und Assoziationen beim Personaler ein.

Experten haben heraus gefunden:

Personalentscheider nehmen sich durchschnittlich gerade einmal zwei Minuten  pro Bewerbung  Zeit, um zu ent-
scheiden, ob es zu einem Vorstellungsgespräch kommt.

Ein besseres Argument für ein professionelles Bewerbungsfoto gibt es wohl nicht.

Wie finde ich den richtigen Fotografen?

Vergleichen Sie verschiedene Fotografen miteinander.

Da Bewerbungsfotos gegenüber normalen Passbildern preisintensiver sind, sollte das Resultat auch Ihren Vorstellungen und Wünschen sehr nahe kommen. Einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten des jeweiligen Fotografen bieten dessen Werkmappen mit Porträtbeispielen in unterschiedlichen Formaten und Preisvarianten. Auch die Erfahrungen von Freunden und Bekannten können bei der Auswahl des richtigen Fotografen hilfreich sein. Planen Sie für den Fototermin genügend Zeit ein, denn gute Fotos sind in aller Regel nicht innerhalb von fünf Minuten zu erstellen. Professionelle Bewerbungsfotos kosten zwischen 20 und 100 Euro. Eine Investition, die sich aber in jedem Fall lohnt.

Kann ich auch ein Passbild verwenden?

Nein! Ein Bewerbungsfoto unterscheidet sich erheblich von Passbildern. Das Passfoto dient lediglich zur Identifikation. In einer Bewerbung hat das nichts zu suchen. Auf einem Bewerbungsfoto müssen Sie sich präsentieren und verkaufen.

Kann ich meine Bewerbung auch ohne Bild abschicken?

Bewerber sind zwar nicht verpflichtet ein Bild mitzuschicken, sinnvoll ist es aber dennoch, denn das Unternehmen will sich ja im wahrsten Sinne “ein Bild vom Bewerber” machen. Es gibt auch Unternehmen, die eine Bewerbung ohne Foto erst gar nicht berücksichtigen.

 
Soll ich ein buntes oder schwarzweißes Bild verwenden?

Die Farbe spielt eigentlich keine Rolle, entscheiden Sie selbst, ob Sie sich schwarzweiß oder bunt besser gefallen.

 
Wie groß sollte das Bewerbungsfoto sein?

Das Format sollte etwas größer als ein normales Passbild sein, etwa 4,5 mal 6,5 Zentimeter.

 

 

Einige wichtige Regeln:                                                     

  1. Verwenden Sie keine privaten Fotos
  2. Lassen Sie Ihr Bewerbungsfoto nur von einem professionellen Fotografen machen. Benutzen Sie auf keinen Fall Bilder aus dem Automaten oder ähnliche Selbstversuche. Solche Aufnahmen wirken sehr unprofessionell. Nur ein Fotograf verfügt über das notwendige Equipment, Sie ins richtige Licht zu setzen.
  3. Lassen Sie sich ein Porträtfoto (Foto zeigt nur den Kopf, den Hals und evtl. einen Teil der Schultern und der Brust) vom Fachmann erstellen
  4. Falls Sie noch Bewerbungsfotos besitzen: Verwenden Sie nur aktuelle Fotos, die nicht älter als ein Jahr sind. Frisur und Styling auf dem Foto sollten weitgehend mit den aktuellen Tatsachen übereinstimmen.
  5. Lassen Sie unterschiedliche Fotos von sich machen. Hintergrund, Lichtvarianten, Farbe. So kann das Bewerbungsfoto der entsprechenden Arbeitsstelle angepasst werden.
  6. Ziehen Sie seriöse Bekleidung an: Kostüm oder Sakko mit Krawatte. Hintergrund und Farben ihrer Kleidung müssen einen guten Kontrast ergeben. Die Kleidung sollte zum gewünschten Berufsbild passen. (Maurer-nicht im Anzug, Banker-nicht mit T-Shirt)
  7. Tragen Sie keine Kleidung mit komplizierten Mustern.
  8. Falls Sie ein größeres Lichtbild verwenden wollen oder sich in einer Arbeitssituation ablichten lassen, sollten Sie bedenken, jede Abweichung von der Norm kann Ihnen Minuspunkte einhandeln.
  9. Schauen Sie nett, freundlich, gepflegt mit einem leichten Lächeln in die Kamera. Ein freundliches Lächeln lässt auf Ihr freundliches Wesen schließen und kann sich so nur zu Ihrem Vorteil für die Bewerbung auswirken.
  10. Das Farbfoto sollte nicht zu traurig oder trist, aber auch nicht zu bunt wirken.
  11. Achten Sie auf Lichtspiegelungen in der Brille und auf fettige Haut.
  12. Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite.
  13. Frauen sollten nur wenig Schmuck, dezentes Make-up oder etwas Puder verwenden. Zudem kommt ein zugeknöpftes Outfit meist besser an als ein tiefer Ausschnitt.
    Für Männer gilt: Achten Sie auf einen ordentlichen Haarschnitt und eine gepflegte Rasur.

 

Wie präsentiere ich mein Bewerbungsfoto richtig?

  1. Kleben Sie Ihr Foto oben rechts auf Ihren Lebenslauf oder auf ein Deckblatt. Ein Klebestift à la Pritt ist dafür ungeeignet! Nutzen Sie lieber lösbare Klebestreifen, so können Sie das Foto im Falle einer Absage wieder verwenden.
  2. Schreiben mit einem wasserdichten Faserstift auf die Fotorückseite Ihren Namen.
  3. Vermeiden Sie es, Ihr Foto mit einer Büroklammer an den Bewerbungsunterlagen zu befestigen. Das Foto würde verdeckt werden,  es könnte verkratzen oder lose im Umschlag ankommen. Auch das ”Antackern” sollten Sie unbedingt bleiben lassen.
  4. Falls Sie den weißen Rand des Fotos abschneiden wollen, tun Sie es gewissenhaft.

Bei der Auswahl des Fotos gilt es vor allem, professionell, seriös und sympathisch zu wirken. Es geht darum, die Ernsthaftigkeit Ihrer Bewerbung zu verdeutlichen. Der Personaler muss anhand Ihres Fotos  erkennen können, wie Sie im Berufsleben auftreten!

Beispiele für gelungenene Bewerbungsfotos finden Sie HIER

Buchtipp:

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    von Jürgen Hesse von Hans Christian Schrader

     

  • Broschiert: 142 Seiten
  • Verlag: Eichborn

  • Kurzbeschreibung:

    Wer bei Personalchefs auffallen will, muss seine Bewerbungs-
    unterlagen individuell gestalten und auf die Anforderungen des möglichen Arbeitgebers abstimmen. Die Bewerbungsprofis Hesse/Schrader geben dafür eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Sie zeigen mit Hilfe eines neuartigen didaktischen Konzepts genau, wie man kreativ, überzeugend und erfolgreich die eigene schriftliche Bewerbung komponiert. — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

    Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 19. Januar 2009 um 23:58 und abgelegt unter Bewerbungstipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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