Behinderte Arbeitnehmer im Handwerksbetrieb
Verursacht durch einen Unfall, schwere Krankheit oder einen Schlaganfall -
Behinderung kann jeden treffen!
Dann stellt man sich die Frage: Wie soll es in Zukunft weiter gehen?
Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für behinderte Menschen deutlich schlechter. Sie sind viel häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen, als Menschen ohne Behinderung.Viele Arbeitgeber schrecken bei der Vorstellung einen oder gar mehrere behinderte Arbeitnehmer im eigenen Betrieb zu beschäftigen ersteinmal zurück.
Auch Jugendliche mit Behinderung finden (bedingt durch ihre Einschränkung) meist sehr viel schwieriger einen Ausbildungsplatz als Jugendliche ohne Behinderung. Doch mit den notwendigen Informationen für Arbeitgeber ist diese Angst unbegründet.
Die meisten behinderten Mitarbeiter sind sehr motiviert und zeigen dabei eine hohe Einsatzfreude. Zudem kann die Einstellung eines behinderten Arbeitnehmers durch das Arbeitsamt gefördert werden. Auch die behindertengerechte Umgestaltung eines Arbeitplatzes wird auf Antrag durch Dritte finanziert.
Ich möchte in meinem Betrieb auch Behinderte beschäftigen, worauf sollte ich achten?
- Bieten Sie überschaubare Arbeitsplätze, die den Bedürfnissen der
Behinderten angepasst sind.
- Ein übersichtlich organisierter Betrieb bietet
verbesserte Rahmenbedingungen.
- Geben Sie Ihren anderen Angestellten offene Informationen,
um so das Verständnis für die Bedürfnisse behinderter Personen
am Arbeitsplatz zu fördern.
- Eine Teilzeitbeschäftigung kommt den spezifischen Bedürfnissen
von behinderten Menschen sehr entgegen.
- Regelmäßige Beurteilungen der Arbeitsleistung sorgen für
realistische Erwartungshaltungen auf beiden Seiten.
- Interne Bezugspersonen sowie ein Vertrauensverhältnis
zwischen den behinderten Personen und dem direkten
Vorgesetzten sind eine Stütze und beugen Konflikten vor.
- Um behinderten Personen den notwendigen Rückhalt
zu geben, eignen sich kleinere Betriebseinheiten
- Eine realistische Einschätzung der persönlichen Lage und
Leistungsmöglichkeit des behinderten Arbeitnehmers ist die
wichtigste Voraussetzung, damit die Integration gelingen kann.
Buchtipps:
Berufsstart für junge Leute mit Behinderungen. Der Wegweiser zum passenden Beruf (Taschenbuch)
von Ines Herdmann
Taschenbuch: 155 Seiten
Verlag: Bertelsmann W.
Kurzbeschreibung:
Berufsstart für junge Leute mit Behinderungen” kann mit vielen Praxisbeispielen, detailliert beschriebenen Berufsprofilen, Literaturtipps und einem ausführlichen Adressverzeichnis behinderten jungen Menschen sowie Eltern und Lehrern helfen, den Schritt ins Berufsleben erfolgreich anzutreten.
Azubi mit Handicap: So finde ich meinen Ausbildungsplatz
(Broschiert) von Ulrike Schuler
Broschiert: 116 Seiten
Verlag: Bertelsmann, Bielefeld; Auflage: 1 (Januar 2008)
Kurzbeschreibung:
Dieses Buch begleitet Jugendliche mit Behinderung auf ihrem Weg zum geeigneten Ausbildungsplatz. Mit den Informationen im Buch ist der Betroffene in der Lage, selbst herauszufinden, welche Ausbildung oder Qualifizierung für ihn geeignet ist.
Behinderte Arbeitnehmer: Besondere Regelungen im Arbeits-
und Sozialrecht von Jacob Joussen, Michael Ziegler
Broschiert: 259 Seiten
Verlag: Bund-Verlag
Kurzbeschreibung:
Schwerbehinderte Menschen stellen in unserer Gesellschaft heute keine Randgruppe mehr dar: fast zwölf Prozent der Bevölkerung sind schwerbehindert mit steigender Tendenz.
Das Buch vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Gesetze, wie etwa das Kündigungsschutzgesetz, Bundesurlaubsgesetz, SGB IX, Arbeitsschutzgesetze und diverse europäische Richtlinien.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 11. August 2009 um 22:49 und abgelegt unter Spezial. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.