Das Telefoninterview – Worauf sollte ich unbedingt achten?
Immer mehr Arbeitgeber gehen dazu über, das Telefon-
interview als erste Kontaktaufnahme mit dem Bewerber zu nutzen oder um Unklarheiten, die aus den Bewerbungs-
unterlagen hervorgehen, zu beseitigen.
Während es für das Unternehmen eine einfache und schnelle
Möglichkeit ist, eine grobe Vorauswahl an Bewerbern zu treffen, ist das Telefoninterview für den Bewerber selbst oft eine große Hürde, die er nur schwer übersteht.
Viele Arbeitssuchende verbauen sich auch aus übertriebener Leichtfertigkeit die Chance auf ein persönliches Vorstellungs-
gespräch.
Doch was ist es, was einen Personaler am Telefon zur Weißglut bringt?
Hier eine Zusammenstellung häufiger Fehler:
Kaugummi kauen oder Essen
Auch wenn Sie während des Telefonats nervös sind, kauen Sie auf keinen Fall Kaugummi. Auch mit dem Essen sollten Sie unbedingt warten, bis das Telefongespräch beendet ist. Es macht keinen guten Eindruck bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber, wenn Sie ihm etwas vorkauen.
Nebengeräusche
Es versteht sich von selbst, dass bei Vorstellungsgesprächen am Telefon grundsätzlich weder ein Fernsehgerät noch ein Radio eingeschalten sein sollten. Achten Sie darauf, in einer ruhigen Umgebung zu telefonieren. Der optimale Ort für ein Gespräch mit dem Personalentscheider ist der heimische Schreibtisch. Falls Sie in einer ungünstigen Situation angerufen werden bitten Sie lieber um einen späteren Termin. Das wirkt souverän.
Dialekt
Keiner wird es Ihnen verübeln, wenn Sie einen Dialekt sprechen. Doch versuchen Sie trotzdem soweit als möglich hochdeutsch zu sprechen, damit Sie der Personalverantwortliche auf jeden Fall versteht.
Keine Fragen an den Personalentscheider
Wenn Sie nichts über Ihren potenziellen Arbeitgeber wissen möchten, machen Sie einen uninteressierten Eindruck. Überlegen Sie sich schon vor dem Gespräch, was sie den Personaler fragen könnten.
Mögliche Fragen an den Personaler:
Bieten Sie auch Fortbildungen an?
Wie wird mein Arbeitsumfeld aussehen?
Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen dieses Jobs?
Wann denken Sie, werden Sie eine Entscheidung treffen?
Diese Fragen sollten Sie am Telefon nicht stellen:
Wie hoch wird mein Gehalt sein?
Wie lange habe ich denn Mittagspause?
Wieviel Urlaubsanspruch habe ich?
Wie wird es bei Ihnen mit den Krankentagen geregelt?
Anrufbeantworters und Mailbox
Falls Sie mit einem Anruf aus der Personalabteilung rechnen, achten Sie unbedingt auf den Text auf Ihrem Anrufbeantworter oder der Mailbox. Was im privaten Umfeld gut ankommt, könnte unter Umständen für Sie in diesem Fall ziemlich peinlich werden.
Handy (falls Sie zurückrufen müssen)
Handys sind in der häutigen Zeit gar nicht mehr wegzudenken, doch für das telefonische Bewerbungsgespäch ist es absolut ungeeignet. Falls sie nämlich während des Gesprächs in ein Funkloch geraten, Ihre Stimme ständig undeutlich oder verzerrt ankommt, oder der Akku leer wird, könnte es peinlich werden. Daher sollten Handys in diesem Zusammenhang nur für kurze Terminabsprachen genutzt werden.
Dem Personaler ins Wort fallen
Bei einem Telefongespräch fällt es besonders auf, wenn es Ihnen an Kommunikationsfähigkeit mangelt. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner unbedingt ausreden. Werden Sie nicht zu laut. Auch fällt es dem Personaler auf, wenn Sie während eines Satzes immer leiser werden. Der Gesprächspartner merkt sofort Ihre Unsicherheit. So haben Sie schnell schlechte Karten.
Nachname oder Adresse buchstabieren
Sollten Sie einen ausgefallenen Nachnamen haben, oder auch eine komplizierte Wohnanschrift, kann es vorkommen, dass sie der Personalentscheider bittet, Ihren Namen oder Ihre Adresse zu buchstabieren. Peinlich wird es, wenn sie die allgemeine Form des Buchstabierens nicht beherrschen.
Hier die übliche Form des Buchstabierens:
A-Anton, B-Berta, C-Caesar, D-Dora, E-Emil, F-Friedrich,
G-Gustav, H-Heinrich, I-Ida, J-Julius, K-Konrad, L-Ludwig,
M-Martha, N-Nordpol, O-Otto, P-Paula, Q-Quelle, R-Richard,
S-Siegfried, T-Theodor, U-Ulrich, V-Viktor, W-Wilhelm, X-Xaver
Y-Ypsilon, Z-Zürich
Umlaute:
Ä-Ärger, Ö -Österreich, Ü-Übel, ß-scharfes S, Sch-Schule,
Ch-Chor, Ph-Pharao
Buchtipp:
Per Telefon zum neuen Job (Broschiert) von Christian Püttjer und Uwe Schnierda
Kurzbeschreibung:
Mit ihren Ratgebern unterstützen Püttjer & Schnierda seit Jahren Jobsuchende bei der Erstellung passgenauer Bewerbungsunterlagen oder bei der gelungenen Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch. In dem Buch – Per Telefon zum neuen Job – bieten die beiden Profis nun die Essentials ihrer Erfahrung, komplett neu aufbereitet und mit brandneuen Beispielen versehen.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 3. September 2009 um 22:49 und abgelegt unter Bewerbungstipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt.