lang="de-DE"> Zur Sendung vom 14. Dezember 2010 – Wie baue ich mir eine Duschtrennwand ein und was muss ich dabei beachten? : : Die Handwerkerbrigade | inoffizieller Blog

In der Sendung vom 14. Dezember 2010 ist  wieder Rüdiger Buchheim, Sanitärprofi der "Hier ab vier" – Handwerker- brigade im Einsatz:

Das Problem beim Duschen.

Vielleicht kennen Sie das: permanent klebt der Vorhang am Rücken und oft läuft beim Duschen in einem unachtsamen Moment sogar das Wasser unten aus der Dusche heraus.

Um das Problem zu lösen, kann man den Vorhang gegen eine Duschtrennwand ersetzen.

 

 

 

 

 

Der Vermieter ist einverstanden? Falls ja, steht dem Vorhaben also nichts mehr im Wege!

Achtung: Falls Sie in einem Mietshaus wohnen, sollte vor jeder baulichen Veränderung die Erlaubnis Ihres Vermieters eingeholt werden. Ansonsten muss nach Auszug der ursprüngliche Zustand auf Ihre Kosten wieder hergestellt werden.

Die neue Duschtrennwand steht schon bereit.

 

Bevor der Einbau der Duschtrennwand beginnen kann, muss natürlich der alte Duschvorhang samt Gestänge abgebaut werden.

Mit einem passenden Schraubenzieher werden die Schrauben herausgedreht und das Gestänge entfernt.

 

Dann geht es in den Baumarkt, denn es müssen noch Dübel und weißes Silicon besorgt werden.

Da das Bad komplett weiß gehalten ist, werden in diesem Fall zwei Kartuschen weißes Silicon benötigt.

Profitipp: In den meisten Fällen werden die Dübel bei der neuen Duschtrennwand mitgeliefert. Dennoch sollten neue Dübel gekauft werden, denn die mitgelieferten Dübel bestehen meist aus Silicon.

Gekauft werden Kunststoffdübel. Die Verstrebungen der Kunstoffdübel sind für dieses Vorhaben besser geeignet, da sie besser in der Wand halten als die Silicondübel.

 

 

Zurück im Bad wird es ernst. Zunächst werden mit Hilfe einer Wasserwaage die Schienen für die feststehenden Seitenteile ausgerichtet…

…und dann die Löcher zum Bohren markiert.

 

Doch die Bohrmaschine kommt an dieser Stelle noch nicht zum Einsatz.

 

Tipp: Zum Anreißen der Löcher verwendet man am besten einen Körner.

Man gibt dem Bohrer mit dem Körner die Richtung vor, damit er beim Bohren nicht von den Fliesen abrutscht.

Man setzt den Körner leicht schräg an und schlägt mit dem Hammer mehrmals leicht dagegen. Solange, bis eine raue Stelle zu sehen ist.

 

Dann kann mit einem Steinbohrer das erste Loch gebohrt werden– aber nicht gleich mit voller Kraft.

Profitipp: Stellen Sie die Bohrmaschine nicht gleich auf "SCHLAG" , da sonst die Fliesenlasur splittert!

Zunächst wird der Bohrer mittig auf die Körnung gesetzt. Bei stufenloser Reglung beginnt man am besten ganz langsam und vorsichtig zu bohren.

(Ohne Regelung stellt man den Bohrer auf die niedrigste Umdrehung.)

Eine andere Möglichkeit ist es, die Bohrmaschine stoßweise EIN/AUS- zu schalten, damit die volle Umdrehung nicht sofort errreicht wird.

Achtung: Es sollte stets darauf geachtet werden, die Bohrmaschine während des Bohrvorgangs in einem rechten Winkel zur Wand zu halten. Üben Sie dabei keinen starken Druck aus, da sonst der Bohrer so heiß wird, dass er ausglüht.

Sobald die harte Lasur der Fliese ganz durchbohrt ist, kommt die weichere Schicht der Fliese (meist erkennbar durch roten Bohrstaub) zum  Vorschein.

Nun wird die Bohrmaschine auf "SCHLAG" gestellt.

 

Sobald das Loch die richtige Tiefe erreicht hat, können die Dübel vorsichtig mit einem Hammer in die Wand geschlagen werden.

 

Danach werden die Schienen auf beiden Seiten mit einem Akkubohrer festgeschraubt.

 

Anschließend werden die festen Kabinenteile einfach in die Schienen eingesetzt.  Die Dusche nimmt langsam Gestalt an.

 

Die unteren Elemente sind meist beschriftet mit "rechts unten" und "links unten".

Diese werden nun in die Führungsschiene der festen Kabinenteile hineingeschoben. Anhand dieser Führung kann die Länge der Dusche eingestellt werden.

Die beiden Dichtungslippen von Tü‚r und Profil werden sich dann im geschlossen Zustand ganz berü‚hren. Somit kann kein Wasser mehr beim Duschen nach au߇en dringen.

 

 

Nach den unteren Schienen müssen natürlich auch die oberen eingeschoben werden.

Dann geht es ans Einsetzen der beiden Schiebetüren der Duschkabine. Diese werden oben und unten über die Türroller, die sich an den Schienen befinden, entlang geschoben.

Tipp: Drücken Sie die Rollen vorsichtig in die Schiene hinein. Vermeiden Sie in jedem Fall Gewaltanwendung.

Jetzt werden die Winkel eingebaut.  Begonnen wird mit den oberen Winkel, denn der lässt sich am einfachsten setzten. Der Winkel wird zwischen die Schienen gesetzt. So hält er die zwei Elemente zusammen und wird am Ende dann verschraubt.

Das Verschrauben ist in wenigen Minuten erledigt.

 

Jetzt ist Kabine aufgebaut.

Nun muss die Duschkabine noch mit Silicon verklebt werden.

Tipp: Als Spitze schneidet man am besten einen 45 Grad Winkel.

Das ist ganz wichtig, denn diese 45 Grad-Spitze verteilt das Silicon ideal zwischen Duschwanne und Schiene.

Überschüssiges Silikon entfernt man nach dem Besprühen mit verdünntem Spülmittel und einem Holzlöffelchen.

Man setzt ihn an und kann das Silicon leicht entfernen.

Profitipp: Kein erkäufliches Fugenabziehset eignet sich so gut wie ein Eislöffel aus Holz , weil er auch das Spülmittel aufnimmt. Ebenso geeignet ist ein Holzspatel. Dadurch wird das abziehen noch mal erleichtert. Seine Kanten sind am besten, um in solche Winkel vorzudringen.

Danach einfach noch einmal mit dem Finger lang fahren…

…und die Silikonfuge ist perfekt.

 

Allerdings sollten Sie noch mindestens 24 Stunden warten bevor sie ihre neue Kabine ausprobieren darf, damit das Silikon vollständig aushärten kann.

 

 

 

Wenn auch Sie Hilfe benötigen, dann schreiben Sie an den Mitteldeutschen Rundfunk, Redaktion „hier ab vier“, Kennwort „Handwerkerbrigade“ in 04360 Leipzig.